{"id":95,"date":"2021-08-14T15:28:38","date_gmt":"2021-08-14T15:28:38","guid":{"rendered":"https:\/\/bibelblogplus.ch\/?p=95"},"modified":"2021-08-14T15:28:38","modified_gmt":"2021-08-14T15:28:38","slug":"die-seligpreisungen-viii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibelblogplus.ch\/index.php\/2021\/08\/14\/die-seligpreisungen-viii\/","title":{"rendered":"Die Seligpreisungen VIII"},"content":{"rendered":"\n<p>Matth\u00e4us 5, 10<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Gl\u00fccklich zu preisen sind die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen geh\u00f6rt das Himmelreich.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Seligpreisung in Vers 10 markiert einen \u00dcbergang. Sie ist noch in der dritten Person formuliert, w\u00e4hrend Verse 11 und 12 in die zweite wechseln. Jedoch geh\u00f6rt sie, was den Inhalt betrifft, zu eben diesen folgenden Versen. W\u00e4hrend die Seligpreisungen in den Versen 3-9 ein Verhalten beschreiben, so diese nun ein Erleiden. Pr\u00e4ziser: Ein Erleiden, das resultiert aus dem vorher beschriebenen Verhalten. Auff\u00e4llig ist zudem, dass der Nachsatz: \u201c&#8230;denn ihnen geh\u00f6rt das Himmelreich\u201d eine w\u00f6rtliche Wiederholung aus Vers 3, der ersten Seligpreisung, ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wengst zieht daraus folgende Schl\u00fcsse<sup>1)<\/sup>:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die beiden Nachs\u00e4tze \u201c&#8230;denn ihnen geh\u00f6rt das Himmelreich\u201d bilden einen Rahmen, innerhalb dessen die Nachs\u00e4tze der \u00fcbrigen Seligpreisungen veranschaulichen, was unter dem Himmelreich zu verstehen ist:<\/li><li>Zu diesem Reich geh\u00f6ren bzw. B\u00fcrger darin sind jene, die das in den Vorders\u00e4tzen beschriebene Verhalten praktizieren, d.h. dem\u00fctig sind, sich nicht gleichg\u00fcltig mit dem Unrecht in der Welt abfinden, Barmherzigkeit \u00fcben, aufrichtig sind, Frieden stiften, etc. .<\/li><li>Dieses Verhalten kann man unter dem Begriff \u201cGerechtigkeit\u201d, der schon in Vers 6 aufgetaucht ist, zusammenfassen. Das Himmelreich ist demnach durch diese Gerechtigkeit charakterisiert.<\/li><li>Aufgeschl\u00fcsselt nach den Seligpreisungen bedeutet dies f\u00fcr jene, denen es zugesprochen wird: Getr\u00f6stet und ges\u00e4ttigt werden, Erbarmen finden, das Land erben, mit Gott in einer ungetr\u00fcbten Beziehung stehen.<\/li><li>Wer sich so verh\u00e4lt, wie in diesen Seligpreisungen beschrieben, kann (oder wird) Verfolgung von Menschen erfahren.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>In seiner Predigt zu dieser Seligpreisung<sup>2)<\/sup>&nbsp;legt Lloyd-Jones Wert darauf, zu unterscheiden zwischen Verfolgung der Christen aus eigener Torheit, Ungeschicktheit, Fanatismus, etc. (das gibt es auch&#8230;) und der hier angesprochenen Verfolgung der Gerechtigkeit wegen. Was Gerechtigkeit und gerecht sein bedeuten, charakterisiert er nochmals anschaulich, kurz und b\u00fcndig: Es bedeutet, so sein wie Jesus. Das wiederum zieht auch nach sich, was Jesus neben unserer Selipgreisung z.B. in Lukas 6, 26 seinen Nachfolgern in Aussicht gestellt hat: \u201cWehe, wenn alle Menschen gut von euch reden, denn so haben es ihre V\u00e4ter mit den falschen Propheten gemacht.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Das stimmt schon nachdenklich, nicht wahr? &#8211; Wir m\u00f6chten im allgemeinen gern, dass man gut \u00fcber uns als Christen redet, dass wir gesellschaftlich anerkannt sind. Aber Jesus bewertet das anders. Er sagt seinen Nachfolgern, sie sollen sich freuen, wenn sie seinetwegen nicht nur nicht hochgeachtet, sondern sogar verfolgt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>1)<\/sup>Wengst, vgl. a.a.O., S.36; vgl. S. 52<\/p>\n\n\n\n<p><sup>2) <\/sup>Lloyd-Jones, a.a.O., S. 153ff<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Matth\u00e4us 5, 10 Gl\u00fccklich zu preisen sind die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen geh\u00f6rt das Himmelreich. 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